Steuern sparen in Deutschland: Die wichtigsten Absetzmöglichkeiten für Arbeitnehmer
Warum sich eine Steuererklärung fast immer lohnt
Die Deutschen klagen oft über die hohe Steuerlast. Doch viele verschenken bares Geld, weil sie keine Steuererklärung abgeben. Im Durchschnitt erhalten Arbeitnehmer in Deutschland über 1.000 Euro vom Finanzamt zurück. Es ist an der Zeit, das System zu Ihrem Vorteil zu nutzen.
Werbungskosten: Alles für den Job
Werbungskosten sind alle Ausgaben, die Sie haben, um Ihren Beruf auszuüben. Das Finanzamt zieht automatisch eine Pauschale von 1.230 Euro (Stand 2024) ab. Wenn Ihre tatsächlichen Kosten höher sind, müssen Sie diese nachweisen.
- Pendlerpauschale: 30 Cent für jeden Kilometer Arbeitsweg (ab dem 21. Kilometer sogar 38 Cent).
- Home-Office-Pauschale: Wer von zu Hause arbeitet, kann bis zu 1.260 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen.
- Arbeitsmittel: Laptop, Fachliteratur oder Berufsbekleidung sind voll absetzbar.
Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen
Neben dem Job gibt es private Kosten, die das Finanzamt anerkennt. Dazu gehören Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, aber auch Spenden oder Kirchensteuer. Außergewöhnliche Belastungen greifen bei hohen Krankheitskosten oder Pflegeaufwendungen, die die 'zumutbare Belastung' überschreiten.
Haushaltsnahe Dienstleistungen
Haben Sie eine Reinigungskraft oder hat ein Handwerker Ihre Wohnung renoviert? Sie können 20% der Arbeitskosten direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen. Wichtig: Zahlen Sie niemals bar, sondern immer per Überweisung, um den Nachweis führen zu können.
Fazit: Digitalisierung nutzen
Mit Tools wie Elster oder modernen Steuer-Apps ist die Erklärung heute kein Hexenwerk mehr. Wer seine Belege das Jahr über sammelt, braucht nur wenige Stunden, um sich ein ordentliches '13. Gehalt' vom Staat zurückzuholen.