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Bildung & Studium

Studienfinanzierung in Deutschland: BAföG, Stipendien und Bildungskredite im Detail


Kein Geld? Kein Grund, nicht zu studieren!

Einer der größten Vorteile des deutschen Bildungssystems ist, dass Bildung weitgehend kostenlos ist – zumindest was die Studiengebühren an staatlichen Unis betrifft. Doch Miete, Bücher und Lebensmittel müssen trotzdem bezahlt werden. Viele Studierende fragen sich: Woher soll das Geld kommen, wenn die Eltern nicht unterstützen können?

Das BAföG: Die wichtigste Stütze

BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es ist die soziale Komponente des deutschen Staates. Der Clou: Die eine Hälfte des Geldes ist ein Geschenk, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Seit der Reform 2024 sind die Sätze gestiegen, und die Freibeträge für das Einkommen der Eltern wurden gelockert.

Stipendien: Nicht nur für Einser-Schüler

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Stipendien nur für Genies sind. Organisationen wie die Studienstiftung des deutschen Volkes oder kirchliche und politische Stiftungen suchen oft nach sozial engagierten Menschen. Ein Stipendium ist die beste Form der Finanzierung, da nichts zurückgezahlt werden muss.

Werkstudententätigkeit und KfW-Studienkredit

  • Werkstudenten: Sie arbeiten bis zu 20 Stunden pro Woche. Vorteil: Sie sammeln Praxiserfahrung und zahlen weniger Sozialabgaben.
  • KfW-Studienkredit: Eine Option für die Endphase des Studiums. Aber Vorsicht: Die Zinsen sind hier variabel und können die Rückzahlung teuer machen.
Ein wichtiger Tipp: Stellen Sie Ihren BAföG-Antrag so früh wie möglich, am besten direkt nach der Zulassung, da die Bearbeitung oft mehrere Monate dauert.

Zusammenfassung

Niemand sollte in Deutschland aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten müssen. Die Kombination aus BAföG und einem Nebenjob als Werkstudent ist für die meisten der sicherste Weg zum erfolgreichen Abschluss.